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TRIGGERWARNUNG

Diese Blogeinträge enthalten Inhalte zu dysfunktionalen Familiendynamiken, familiären Konflikten, emotionalen Übergriffen und Kindheitserfahrungen, die schmerzhaft oder retraumatisierend wirken können. Bitte entscheide selbstverantwortlich, ob und wann du bereit bist, diese Texte zu lesen. 

Der Alleinerbe

Mein Vater ist seit etwas mehr als einem Monat tot und seitdem tauchen immer wieder Dinge aus dieser ganzen Familiengeschichte auf, über die ich nachdenke, die ich neu einordne oder die ich schlicht festhalten möchte, weil sie dazugehören. Vor ein paar Tagen lag ein Brief vom Amtsgericht in meinem Briefkasten. Darin war das Testament meines Vaters. Nicht meine Familie hat es mir gegeben, nicht mein Bruder hat mir gesagt, dass es existiert und niemand hat es geschafft, mir die

Leb wohl, Papa.

Mein Vater ist tot. Ein Satz, bestehend aus vier Worten. Klar, endgültig und trotzdem erstaunlich schwer zu begreifen. Mein Vater ist tot. Ich habe mir diesen Satz innerhalb der letzten eineinhalb Wochen mehrfach durch den Kopf gehen lassen, die Worte stumm mit den Lippen geformt, ihn schließlich laut, zuerst nur für mich, später dann vor anderen, ausgesprochen. An manchen Tagen fühlt sich der Satz real an, an manchen eher wie eine Information über das Leben eines anderen Men

Das Tribunal

Letzte Nacht stand ich auf einer Bühne. Alles daran rief Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wach, zu denen man mittags nach der Schule zu Uhrzeiten wie zwei Uhr nachmittags bereits vor dem Fernseher saß und wie gebannt den Ablauf von „Zwei bei Kallwass“ verfolgte. So ähnlich war es auch bei mir. Mein Traum war aufgebaut wie eine Show mit Publikum, einem hitzigen Schlagabtausch mit klaren Fronten. Zwei, um genau zu sein: die eine Front waren meine Mutter, mein Vater und

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