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TRIGGERWARNUNG

Diese Blogeinträge enthalten Inhalte zu dysfunktionalen Familiendynamiken, familiären Konflikten, emotionalen Übergriffen und Kindheitserfahrungen, die schmerzhaft oder retraumatisierend wirken können. Bitte entscheide selbstverantwortlich, ob und wann du bereit bist, diese Texte zu lesen. 

Das Tribunal

Letzte Nacht stand ich auf einer Bühne. Alles daran rief Erinnerungen an längst vergangene Zeiten wach, zu denen man mittags nach der Schule zu Uhrzeiten wie zwei Uhr nachmittags bereits vor dem Fernseher saß und wie gebannt den Ablauf von „Zwei bei Kallwass“ verfolgte. So ähnlich war es auch bei mir. Mein Traum war aufgebaut wie eine Show mit Publikum, einem hitzigen Schlagabtausch mit klaren Fronten. Zwei, um genau zu sein: die eine Front waren meine Mutter, mein Vater und

Operation am offenen Herzen

Es gibt Leute, die sagen leichtfertig so etwas wie: „Dann brich doch den Kontakt ab.“ Als wäre das einfach ein Ausschalt-Knopf, ein Hebel den man easy umlegt. Zack, Licht aus. Klick, Ruhe im Karton. Ende der Geschichte, neue Staffel, neues Glück. Und jedes Mal denke ich mir nur: Ihr habt keine Ahnung, wovon ihr redet. Die Familie zu verlieren ist kein Ereignis, welches einfach so über einen hinweg schwappt. „Oh, hoppla - hab ich gar nicht kommen sehen, irre“. Nein, die Urspr

Die Kämpferin, die keinen Krieg mehr braucht

Ich werde dieses Jahr sechsunddreißig. Zum sechsunddreißigsten Mal jährt sich mein Geburtstag. Fühlt sich gar nicht so an, ich habe das Gefühl ich wäre viel jünger. Wie verhält man sich denn mit sechsunddreißig? Als ich jünger war, dachte ich immer, Menschen die Mitte oder Ende dreißig sind, sind derbe reif und haben ihr Leben echt gut im Griff. Heute weiß ich teilweise nicht einmal, wo der Griff überhaupt ist. Vor dann zwei Jahren hat meine Familie mich im Stich gelassen und

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